Montag, 2. Mai 2011

HS20EXR - Testbilder, Leistung, Preis

Die Fujifilm FINEPIX HS20 ist Fujifilms neue Bridgekamera mit Superzoom. In diesem Bericht werde ich klären, ob die HS20EXR ihr Geld wert ist oder ob die Kamera nur ein laut bellender Hund ist. (Bekanntlich beißen diese ja nicht)









RAW-Unterstützung
Dafür sind die S-Fujikameras bekannt. Sie bieten zumeist die Möglichkeit für RAW-Bilder. Diese Bilder sind für proffesionelle Fotografen gedacht die gerne das beste aus Ihren Bildern herausholen. Die Konkurenzmodelle wie die Nikon P500 und SX30 bieten diese Funktion leider nicht.

Auflösung
Die HS20EXR schlägt in Sachen Auflösung sogut wie keine Kamera in dieser Preisklasse. Sie kommt zwar nicht an die S100FS (welche nicht mehr produziert wird) heran, aber dennoch leistet sie in diesem Bereich sehr viel. Obwohl 16MP eigentlich fast zuviel sind für eine Bridgekamera, setzt die HS20EXR diese gut in Bildern um.

Weitwinkel bis Tele
Von 24mm Weitwinkel bis 720mm Ultratele reicht die HS20EXR. Das ist für eine Superzoom-Kamera schon sehr viel. Geschlagen wird sie in dem Bereich knapp von der Nikon Coolpix P500 (22,5 bis 820mm).

Die Besonderheit, der EXR-Sensor!
Das besondere an der HS20EXR ist der eingebaute EXR-Sensor. Je nach Bedinungen passt sich die Kamera an. Herrschen z.B. furchtbare Lichtverhältnisse, so kann diese Kamera mit Ihrem Sensor, unglaublich rauscharme ISO1600 Bilder schießen. Besonders bei Bühnenauftritten in Hallen ist das eine sehr nützliche Funktion, für die sie spätestens dann dankbar sein werden.
Liegt Ihre Priorität auf etwas ganz anderem, wie der Dynamik? Auch auf das kann sich der Sensor per Knopfdruck spezialisieren lassen - und schon erscheinen Bilder mit einer weiten Dynamik. Ich glaube heute gelesen zu haben, dass es sich um ca. 11,7EV handelt. Das ist beachtlich viel, wenn man mal bedenkt das konventionelle Digitalkameras meistens nur 8EV schaffen.
Liegt der Fokus hingegen auf der Auflösung, so schießt der Sensor Bilder mit vollen 16 Megapixeln.

Manueller Zoom und Fokus
Eine weitere Besonderheit der Kamera ist übrigens der manuelle Zoom und Fokus. Gezoomt wird hier mechanisch über das Objektiv, so wie bei Spiegelreflexkameras. Das verleiht einem gleich ein ganz anderes Feeling. Übrigens gilt das auch für den manuellen Fokus.

Der Videomodus - Videos in Full HD oder Slowmotion
Kommen wir zum Videomodus der Kamera. Sie filmt auf 1080p (also Full HD) und erlaubt sogar Slowmotion-Aufnahmen in VGA-Auflösung. Eine nette Spielerei ist das ja trotzdem.
Ein großer Nachteil dieser Kamera ist jedoch der manuelle Zoom. Wo er bei Fotos noch einen riesigen Vorteil bringt, liefert er bei Videoaufnahmen, nur Schmu. Es ist beinahe unmöglich von 24mm auf 720mm weich hochzuzoomen. Desweiteren spinnt hier der Autofokus gerne mal herum.
Wem die Videofunktion also sehr wichtig ist, wird mit dieser Kamera nicht viel anfangen können. Der sollte dann lieber einen Blick auf die P500 werfen.

Günstiger Preis:
Die HS20EXR kostet auf Amazon nur günstige 405,94€ 265,90€. Das Angebot ist wohl das günstigste, weil hier keine Lieferkosten hinzukommen.

Fazit:
Wer auf eine gute Bildqualität bei seinen Bildern steht und auch gerne in jeder Foto-Situation die passende Kamera zur Hand hat, kommt an der HS20EXR eigentlich nicht vorbei. Sie leistet in diesen Bereichen sehr viel und erlaubt RAW.
Jedoch hat die Kamera in Sachen Videoaufnahmen ein paar Nachteile, nicht zuletzt wegen dem manuellen Zoom. Wem dies wichtig ist und gerne auf RAW verzichtet sollte sich die günstigere Nikon Coolpix P500 anschauen.

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