Samstag, 24. März 2012

X-S1 Testbericht

Die neue Fujifilm X-S1 ist zur Zeit wohl die bekannteste Bridgekamera die es gibt. Kann sich die X-S1 mit Kameras wie der FZ150, der HS20 oder der Nikon P500 messen? Wo gibt es diese günstig? Finden wir es in diesem ausführlichen Bericht heraus.






Bei der Fujifilm X-S1 handelt es sich um eine Bridgekamera mit einem 2/3 Sensor. Verglichen mit beispielsweise der FZ150 (welche auf den ersten Plätzen rangierte) handelt es sich hierbei um einen doppelt so großen Sensor. Das heißt es gibt doppelt so viel Platz um die verbauten Megapixel zu verarbeiten, um Bildfehler auszumerzen und um eine hervorragende Bildqualität zu leisten. Hier punktet die X-S1. Im Vergleich mit anderen Kameras wie der Nikon P500, der Nikon P510, der Sony HX100V oder der Panasonic FZ150 siegt hier die Edelbridge auf ganzer Linie. Die Bilder weißen wesentlich mehr Details auf und rauschen auch wesentlich später. Die X-S1 ist in der Lage die vollen 12 Megapixel aufzuösen. So böse es klingt, davon können Konkurenten im Bridgemarkt nur träumen.

Das ist aber noch nicht alles was die Fujifilm X-S1 zu einer Edelbridge macht. Typsich für eine Kamera von dem Sensorspezialisten Fuji, birgt die Fujifilm X-S1 den EXR Sensor. Somit erlaubt es die Fujifilm, je nach eigenem Ermessen Sensorpaare zu kombinieren. Zwar schießt die X-S1 dann nur mit 6 Megapixeln, erlaubt jedoch dafür eine erhebliche Dynamikerweiterungen oder eine zusätzliche Rauschminderung.
Wie ist das möglich? Möglich wird dies durch die Kombinerung der Sensorpaare, somit wirkt der Sensor noch einmal doppelt so groß, also im Vergleich zu anderen Bridgekameras vier mal so groß. Praktisch. Damit ist es kein Wunder das die X-S1 nun mit DSLRs verglichen wird und nicht mit den Minisensorkameras wie der FZ150 und co.

Verbaut hat die Fujifilm X-S1 ein 24mm bis 624mm Objektiv. Damit ist ein enorm breiter Weitwinkel und ein sehr großer Telebereich abgedeckt. zugleich macht die Fujifilm X-S1 hier einen guten Kompromiss zwischen Zoombereich und Bildqualität. Andere hersteller verbauen so viel Zoom wie möglich. Im Endeffekt bringen die 100 bis 200mm bei hohen Telebereichen nicht mehr viel, trotzdem mindert man die Bildqualität damit. Anders die X-S1. Sie findet heir den richtigen Zoombereich. Die Fz150 machte dies ähnlich gut. Im übrigen liefert die Fujifilm X-S1 eine gute Lichtstärke von F/2.8 bis F/5.6.

Makrotechnisch erlaubt die Fujifilm X-S1 auch sehr viel. Ein Supermakromodus erlaubt makroaufnahmen mit bis zu 1cm Abstand. Das heißt man kann so nah rangehen wie man mag. Die Bilder werden scharf. Ist einem dies trotzdem nicht nah genug, dann kann mal alternativ den intelligen Digitalzoom dazuschalten. Durch einen besonderen Algoritmus, werden die Ecken und Kanten schärfer abgebildet als bei dem herkömmlichen Digitalzoom. Damit wird das "croppen" doch effektiver.

Kommen wir zu den restlichen Funktionen der X-S1. Zu aller erst wäre erwähnt, dass die X-S1 Belichtungszeiten von 1/4000s bis 30 Sekunden erlaubt. Damit hat der Fotograf volle Kontrolle über die Fotos die ermacht. So können beispielsweise mit Langzeitbelichtungen selbst Nachtaufnahmen, taghell abgelichtet werden. Mit den 1/4000s sind selbst unglaublich schnelle Motive gestochen scharf abgelichtet.
Mit 7 Bildern pro Sekunde trifft die Fujifilm X-S1 die genau richtige Bildanzahl. So erwischt man bei hektischen Aufnahmesituationen wie beispielsweise schnellen Tierbewegungen immer die richtige Aufnahme. Wenn man mag, erlaubt es einem die X-S1 die Auflösung etwas runterzustellen und dafür bis zu 16 Bilder pro Sekunde zu schießen.
Die ganzen Bracketingfunktionen, wo Bilder in verschiedenen Dynamik- oder Helligkeitsstufen geschossen werden, oder die ganzen Filmsimulationsmodi, welche alte Filme simulieren sind dabei noch ein tolles Schmankerl.

Kommen wir zu dem Gehäuse und Hardware der Fujifilm X-S1, Dieses weißt einen sehr stabilen Eindruck auf. Die X-S1 lässt sich trotz dem etwas höherem Gewicht sehr gut und komfortabel halten. Sie ist aufgrund des etwas größeren Gewichts jedoch keineswegs zu schwer. Eher im Gegenteil. Man merkt das man "etwas" in den Händen hällt.
Der elektronische Sucher mit 1440,000 dots tut sein übriges. Noch nie habe ich einen so hochauflösenden elektronsichen Sucher in einer Bridgekamera gesehen. Sony brachte erst zuletzt einen vergleichbar guten Sensor in einer 1000,-€ Systemkamera mit ein. Das zeigt, auf welchem Niveau sich die Fujifilm X-S1 bewegt.

Preis und Kauftipps
Preislich bewegt sich die X-S1 tatsächlich sehr weit oben. Die Preise bewegen sich zwischen 799,-€ und 950,-€. Im Vergleich mit Kameras wie der HS30exr oder der FZ150 sind das mehrere 100,-€ mehr. Die günstigsten Angebote konnte ich ab 699,-€ finden. Diese sind hier auf Amazon. Damit ist die X-S1 wieder für die meisten leistbar.

Fazit
Kommen wir zu dem Fazit. Insgesamt ist das einzige was man bei der X-S1 bemängeln könnte, der teure Preis. Jedoch relativiert sich dieser, wenn auf den günstigsten Preis zurückgreift und sich die ganzen Vorteile anschaut. Diese zeigen eindeutig, dass die X-S1 das beste bietet. Die Bildqualität ist im Vergleich zu anderen Bridgekamera besser. Die Kamera ist ebsser im Lowlightbereich, rauscht weniger und bietet einen extrem guten Dynamikumfang. Alles Kriterien welche für die Bildqualität sprechen. Die ganzen Filmsimulationsmodi und Bracketingfunktionen sind ein weiteres tolles Gimmick. Letzendlich ist zu sagen, dass es sich bei der Fujifilm X-S1 um den lange erwarteten Nachfolger der bereits nicht mehr erhältlichen S100FS handelt. Im Vergleich mit anderen Bridgekameras ist die X-S1 der klare Sieger. Sie bringt von Haus aus einen doppelt so großen Sensor mit. Durch den EXR Sensor kombiniert sie sogar die Pixel so, dass diese sogar 4mal so groß sein können, wie beispielsweise von anderen Bridgekameras.

Gekauft kann die X-S1 hier werden:
Fujifilm X-S1 für 699,-€

Hier noch einmal das Produktvideo zu der X-S1:


Alternativen zu der Fujifilm X-S1 gibt es nicht direkt. Verzichtet man auf die Bildqualität könnte die Fz150 oder die HS30exr interessant sein.

3 Kommentare:

  1. Leider hat der aktuelle Sensor der X-S1 trotz Softwareupdate Probleme mit Spitzlichtern, die zu weißen Scheiben im Foto (Bildfehlern) führen können. Fuji entwickelt derzeit einen verbesserten Sensor, der dieses Problem nicht mehr aufweisen soll. Die überarbeitete X-S1 soll dann ab Ende Mai 2012 verfügbar sein.
    Als Alternative zur X-S1 wäre die HS30EXR der Fz150 wegen ihrer Rauscharmut vorzuziehen.

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  2. Das stimmt! Leider gibt es vorallem bei ISO100 dieses Problem. Umgehen lässt es sich teilweise, wenn man die ISO Einstellungen auf ISO200 oder 400 stellt. Man kann aber auchanschienend seine aktuelle X-S1, wenn man mag dann auch in Zkunft einschicken. Der Sensor wird dann anscheinend ausgetauscht.

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  3. Das Problem mit dem WDS wurde von Fuji bekannt gemacht und die Sensoren wurden im Mai 2012 getauscht. Ab diesen Zeitpunkt wurde die XS1 mit dem überarbeitenten Sensor ausgeliefert, das WDS-Syndrom - was andere kameras auch haben, nur nicht so ausgeprägt - gehört damit bei dieser Kamera der Vergangenheit an. Fotografiere seit einiger Zeit mit dieser Kamera und kann nur bestätigen, dass sie deutlich bessere Bilder aufnimmt, als andere Bridgekameras. Habe noch die canon SX40HS, deswegen kann ich mir dies Urteil erlauben. An die Bildqualität einer DLSE kann keine Bridgekamera herran kommen, darrüber muß man sich beim Kauf im klaren sein. Fotografiere selber mit Sony Nex 5N und Canon EOS600D, warum dann die Fuji XS1, weil sie einem viel Schlepperei an Objektiven usw. erspart, dafür kann man halt nicht die Bildqualität wie von einer DLRS-Kamera haben. Bei dr XS1 ist aber der Unterschied nicht so gravierend, wie es bei anderen Bridgekameras ist.

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