Montag, 20. Februar 2012

Kompaktkameras und ihre Sensorgrößen

Viele namenhafte Hersteller überschlagen sich zur zeit mit den Megapixelzahlen. 12 Megapixel, 14 Megapixel oder sogar 16 Megapixel finden sich auf den kleinen Kompakten. Das wirkt natürlich wesentlich attraktiver als eine 8 Megapixelkamera. So teilen Kompaktkameras mit kleinen Megapixelzahlen das gleiche Schicksal, sie sterben aus.
Das wahnwitzige dabei ist, dass diese 16 Megapixelkameras meistens sogar schlechtere Bilder liefern, als die unbeliebteren 8 Megapixel Kollegen.

Der Grund liegt in den Sensorgrößen. Vorweg - Grundlegend gilt: Große Sensoren können mit vielen Megapixeln gut umgehen. Kleine Sensoren können mit vielen Megapixeln nicht umgehen.
Nun sind über die Jahre die Megapixelzahlen größer geworden, haben sich verdoppelt oder gar verdreifacht. Dabei sind die Sensore jedoch kleiner geworden. Dies ermöglicht Kameras mit schlankeren und schickeren Gehäusen. Design zählt. Design verkauft sich gut.

Alle Experten und Kameraprofis sind sich einig das heutige Sensoren maximal 6 bis 8 Megapixel gut auflösen können. Steigt die Megapixelzahl darüber so kommt es je nach verbautem Objektiv zu Bildfehlern. Diese müssen mit der kamerainternen Rauschunterdrückung korrigiert werden, wodurch zwangsläufig die Details verloren. Was für Details fragt man sich? Dies äußert sich beispielsweise darin, wenn man Gräser fotografiert. Diese werden schlichtweg grün, zeigen keine Details, wenig Zeichnung und sind vermatscht. Ein anderes gutes Beispiel sind Bäume. Hier erkennt man bei näherer Betrachtung nicht die einzelnen Blätter, sondern sieht einfach nur einen grünen Wulst.

Schlussfolgernd ist es bei hohen Megapixelzahlen wichtig auf die Sensorgröße zu achten. Diese wird meistens kleingedruckt auf dem Datenblatt angegeben. Ist sie nciht abgebildet, dann kann man davon ausgehen, dass diese sehr klein ist. Für unerfahrene Leute habe ich hier eine kurze "Tabelle" zusammengestellt, welche die Sensorgrößen mit den empfohlenen Megapixelanzahlen angibt.

Sensorgröße und Megapixel:
Sensoren mit der Größe von 1/2.7 sind verbreitet. Diese können in der Regel maximal nur 8 Megapixel richtig auflösen. Wenn überhaupt.
Sensoren mit der Größe von 1/2.3 sind etwas größer als ihre Vorgänger und können nur wesentlich mehr auflösen. Hier wird von 9 Megapixeln geredet.
Sensoren mit der Größe von 1/1.8 sind bereits wesentlich größer als die 1/2.7 und simd mit 10 Megapixeln wohl am professionelsten.
Sensoren mit der Größe von 2/3 lösen auch 12 Megapixel gut auf. Víelleicht sogar 14 Megapixel. Sowas ist oftmals von den Sensoren abhängig. Diese Größen finden sich nur in wenigen Modellen.

Ab 7 Megapixeln gibt es bereits bei 1/2.7 und 1/2.3 laut vielen Meinungen die ersten wirklich sichtbaren Qualitätsverluste auftreten.

3 Megapixel theoretisch genug
Druckt man Bilder ausschließlich auf A5 oder A4, dann reichen 6 Megapixel in der Regel. Druckt man nur im klassischen Fotoformat oder schaut sich die Bilder nur auf dem PC an, dann sind sogar Bilder mit 3 Megapixeln ausreichend. Die Bilder mit 3 Megapixeln sind wesentlich kleiner und sparen so enorm viel Platz. So sind statt 300 Bildern, plötzlich 3000 Bilder speicherbar.  Nun die Frage, wieso kauft man sich Kameras mit mehr Megapixeln?

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