Mittwoch, 28. März 2012

X-S1 vs HS30exr

Die Fujifilm HS30EXR und Fujifilm X-S1 sind die neuen Bridgekameras von Fujifilm. Bei der X-S1 handelt es sich um eine 12 Megapixel Kamera mit einem 2/3 Sensor. Bei der HS30EXR handelt es sich um eine kleinere Kompaktzoomkamera, mit 16 Megapixeln und einem 1/2 Sensor. Welche Kamera soll ich mir kaufen? Welche der beiden entspricht meinem Anforderungsprofil am ehesten? Diese Frage wollen wir hier klären.

Manuelle Einstellungsmöglichkeiten:
Ganz wichtig, beide Kameras erlauben manuelle Einstellungen in Hülle und Fülle. Sollte dies Entscheidungskriterium sein, so können beide Kameras punkten. Belichtungen von 30 Sekunden bis 1/4000s sind bei beiden Modellen möglich.

Bildqualität:
Bildqualitätstechnisch gewinnt natürlich die X-S1, dies aber nur knapp. Schaut man sich die 8 bis 16 Megapixelbilder der HS30exr an und vergleicht diese mit den 6 bis 12 Megapixelbildern der X-S1, so hat die HS30exr beispielsweise die Nase vorn, wenn es um EXR Bilder geht. 8 Megapixel sind nunmal mehr als 6 Megapixel. Dafür löst die X-S1 die 12 Megapixeln besser auf als die HS30exr. Die 16 Megapixel bei der HS30exr produzieren im Vergleich zur X-S1 wesentlich mehr Matsch.
Fazit ist hier: Fotografiert man durchgehend im EXR Modus so bietet sich die HS30exr tatsächlich fast eher an. Sind einem viele Details, bei hoher Auflösung wichtig, dann gewinnt die X-S1.

WDS:
Die X-S1 weißt zur Zeit das Problem auf, dass sie übermäßig weiße Scheiben produziert. Das heißt, spiegelt sich die Sonne in Autos oder anderen Dingen, dann entstehen bei Kameras oftmals weiße Scheiben. Bei der X-S1 tritt das Problem besonders häufig auf. Das wird anscheinend erst Mai behoben sein, daher ist hinsichtlich dessen die HS30exr erst einmal besser.

Rauschverhalten:
Bedingt durch den großen Sensor gewinnt auch hier erst einmal die X-S1. Mit dem 2/2.3 Sensor bietet die X-S1 wesentlich mehr Sensorfläche als die HS30exr. Entscheidet man sich hier für die HS30EXR, so macht man wissentlich Abstriche beim Rauschverhalten.

Video:
Die HS30EXR und X-S1 filmen beide in Full HD (1080p) und bieten beide Slowmotion Aufnahmen an. Jedoch erlaubt die HS30exr hier etwas bessere Slowmotion Aufnahmen. Hier gewinnt im gesamten die HS30exr. Durch ihre Kompaktheit, kann man diese zudem noch besser einsetzen als die X-S1.

Größe:
Hier gewinnt auch die HS30exr, wenn man so will. Diese ist wesentlich kompakter und leichter. Wer jedoch auf Größe steht, der sollte sich für die X-S1 entscheiden.

Preis:
Die HS30exr kostet ca. 450,00€. Die X-S kostet mit Ihren 699,99€, knapp 250,-€ mehr. Nur so nebenbei, das entspricht ugnefähr dem Preis einer neuen HS20EXR. Diese ist zur Zeit nähmlich für ca. 275,-€ zu haben. Sieger sit hier klar die HS30exr, auch im Sinne von Preis/Leistung.

Fazit:
Jenachdem welche Punkte bei jemandem Priorität haben, welche Punkte hier beim Vergleich wichtiger waren, sollten sie Ihre Entscheidung treffen. Wer sich nicht entscheiden kann, der könnte theoretisch zuerst die HS30exr kaufen (oder gar die wesentlich billigere und ebenfalls sehr gute HS20EXR) und später auf die dann schon billigere X-S1 umspringen.
Für mich persönlich gewinnt die X-S1 in den Gebiten Rauschverhalten und Bildqualität. Bildqualitätstechnishc befindet sich die HS30exr leicht hinter der X-S1. In den restlichen Gebieten gewinnt die HS30exr. Natürlich besitzt die X-S1 noch mehr Filter und dergleichen, dies ist für die meisten jedoch irrelevant. Bilder pro Sekunde schießen beide Kameras relativ gleich schnell, daher ist hier ein Vergleich nicht nötig.

Als Geheimtipp gilt immer noch die HS20exr. Diese unterscheidet sich nur geringfügig von der HS30exr und ist für ca. 275,-€ zu haben! Noch einmal:

X-S1 -      ca. 699,-€ Fujifilm X-S1
HS30exr - ca. 440,-€ Fujifilm HS30EXR
HS20exr - ca. 275,-€ Fujifilm HS20

2 Kommentare:

  1. Neben der besseren Bildqualität spricht für die X-S1 auch der erheblich bessere Sucher (1440,000 dots vs. 920.000 dots).
    Die HS30EXR habe ich getestet. Im Gegensatz zur X-S1 hat diese keine WDS-Probleme.
    Störend bei der HS30EXR dagegen ist die schlecht bedienbare Anordnung des Fokusrings (für manuellen Fokus) unmittelbar vor dem Gehäuse.
    Außerdem hat die HS30EXR eine ungleichnäßige Zoomverstellung (erhöhter etwas ruckeliger Drehwiderstand im mittleren Zoombereich), was verwacklungsfreie Freihand-Video-Zoomfahrten nahezu unmöglich macht. Die Zoomverstellung der X-S1 dagegen ist über gen gesammten Zoombereich hinweg gleichmäßig leichtgängig.

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  2. Das stimmt alles und könnte ich auch so unterschreiben. Abgesehen davon beitet es sich im übrigen an auf die X-S1 noch zu warten. Auch wenn es die ebssere Bridge ist, so ist sie momentan doch noch sehr teuer.

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