Freitag, 31. August 2012

Bridgekamera für den Urlaubsfotografen

Der letzte Urlaub steht bei vielen vor der Tür. Es wollen natürlich viele Urlaubsbilder geschossen werden, doch was wenn die richtige Digitalkamera dazu fehlt? Was für Modelle bieten sich besonders für den ambitionierten im Urlaub an und worauf muss ich als Urlaubsfotograf bei einer Kamera achten?

Landschafts-, Menschen- oder Lowlightfotograf? Oder doch eher ein Allrounder?

Es ist wichtig zu wissen was man im Urlaub fotografieren möchte. Fährt man zum Beispiel auf einen rasanten Abenteuerurlaub, wo es nicht selten sehr nass oder gar holprig wird, oder wird es ein netter Städteurlaub im Venedig? Will man Filme drehen, oder reichen Fotos aus? Diese Fragen muss man sich vor dem Kauf stellen. Denn je nachdem sind spezialisierte Kameras besser geeignet, oder eher die Allrounder.

Der Wanderurlauber:

Für den Wanderurlaub bieten sich vor allem kompakte Systeme an. Es muss Gewicht gespart werden und große Kamerataschen inkl. zich Objektive sind einfach fehl am Platz. Gerade hierfür bieten sich die typischen Bridgekameras an. Sie erlauben viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten, bieten einen hohen Zoombereich und passen bequem in eine kleine Fototasche. Ich selbst wanderte bereits viel mit der Fujifilm S100FS und kann Bridgekameras zu so etwas nur wärmstens empfehlen. Auf was muss ich als Fotograf achten? Bridgekameras wie die Nikon P500 oder Nikon P510 sind aufgrund ihres hohen optischen Zooms und dem zugleich starken Weitwinken ideal für Wanderungen. Letztere bietet sogar einen Brennweitenbereich von 24mm bis 1000mm! Lowlightqualitäten sind bei Wanderschaft seltener gefragt, da in der Regel am Tag gewandert wird. Wandert man öfter durch dichte Waldpassagen, dann würde ich auch die Fujifilm HS30exr, oder gar die Fujifilm X-S1 empfehlen. Diese bieten wegen dem EXR viel Flexibilität und auch beinhalten einen tollen Brennweitenbereich.

Der Städteurlauber:

Macht man einen Städteurlauber so bieten sich sowohl kompakte Kameras, als auch größere Bridgekameras an. Ein Zoombereich mit bis zu 10fachem optischen Zoom reicht meistens aus. Eine Panorama Funktion schadet nie und auch ein nicht schlechter Weitwinkel sollte ganz nett sein. Es gibt nichts über ein schön ausgeleuchtetes Städtepanorama. Wichtig für Städteurlauber welche auch gerne Nachts unterwegs sind: Eine Kompaktkamera mit moderaten bis guten Lowlightqualitäten. Darf es etwas größer ausfallen würde ich die Fujifilm HS30exr oder die Panasonic FZ100 empfehlen. Auch die Nikon P500 wäre nicht verkehrt. Die Panasonic FZ150 oder die Sony HX100V und Sony HX200V würd ich vor allem für ambitionierte Filmer empfehlen. Soll es Kameratechnisch etwas kleines ausfallen, dann würde ich zur den kompakten EXR Modellen von Fujifilm raten. Generell gilt: Jede Kompaktkamera ab 150,-€ eignet sich für einen Städteurlauber.

Der Sporturlauber:

Als Abenteuerurlauber oder sehr sportlicher Urlauber bieten sich kleine und handliche Kameras an. Diese müssen leicht verstaubar sein und eine große Widerstandskraft bieten. Beispielsweise bieten sich hier kleine Kompaktkameras an. Besonders beliebt sind hier die enorm resistenten Kompaktkameras, welche Staub-, Wasser- und auch Fallschutz bieten. Damit kann man die Kameras mit aufs Surfbrett nehmen, oder sogar auf eine Klettertour. Diese halten dem problemlos stand. Nachteil dieser Kameras sind jedoch der kleine Zoombereich. Als Beispiel möchte ich hier die XP50, XP100 und XP150 von Fujifilm nennen. Diese sind momentan sehr günstig zu haben, sind extrem widerstandsfähig und können unter Wasser genommen werden.

Der Abenteuerurlauber / Tierurlauber:

Geht es nach Afrika auf eine Tour mit dem Jeep oder nach Australien, dann wird man sehr wahrscheinlich mit unbekannten Tieren in Verbindung kommen. Diese wollen natürlich auch auf ein Foto gebannt werden. Dafür bieten sich nur wenige kleine Kompaktkameras an. Auf jeden Fall sollte man zu einer hochwertigen Bridgekamera greifen. Solche Urlaube sind selten und sollten dementsprechend (zumindest vom ambitionierten Fotografen) in einer guten Qualität festgehalten werden. Kleine Kompaktkameras eignen sich schlecht, da Fotomotive oft schnell und spontan erscheinen und geschossen werden. Bevor man auf dem kleinen Display und dem Zoomrad alles korrekt ausgerichtet hat, ist das Motiv wieder weg. Dementsprechend bieten sich große Bridgekameras an, welche zum einen schnell fokussieren und am besten auch einen manuellen Zoomring besitzen. Die Fujifilm X-S1 gehört momentan zu den teuersten Bridgekameras auf dem Markt, bietet hinsichtlich dessen aber am meisten. Soll es Richtung Film gehen, dann bieten sich Kameras wie die Sony HX200V oder die bald erscheinende Panasonic FZ150 an. Auch die Canon SX40 kann eine gute Alternative sein.

Persönliche Meinung bezüglich Urlaub und Fotografieren:

Möchte man beim Urlaub Gewicht sparen, so bietet sich immer eine gute Bridgekamera an. DSLR Kameras bieten manchmal zwar eine bessere Bildqualität und sind im Lowlightbereich zwar sehr oft besser, aber sie sind oftmals schwerer und fordern Objektivwechsel. Vor allem für jemanden der noch Erholung in seinem Urlaub haben möchte, sollte zu Bridgekameras greifen. Das ist meine persönliche Meinung.
Persönliche Empfehlung: Generell würde ich auf einen Urlaub fast immer eine Bridgekamera mitnehmen. Sie sind meistens einfach komfortabler zu bedienen als viele kleine Kompaktkameras. Dabei würde ich auf einen kleinen Sucher achten und auch die Bildqualität in Betracht ziehen. Der optische Zoom wäre auch wichtig. Ich persönlich fotografiere noch mit der S100FS und steige demnächst auf die Fujifilm X-S1 um. Letztere bietet ebenfalls einen vergleichsweise großen Sensor und sehr gute (wenn nicht die besten) Lowlight Fähigkeiten. Der extrem gute Sucher in der X-S1 ist ebenfalls ein Grund dafür.

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