Montag, 16. April 2018

Sony DSC-HX400V kaufen oder nicht? Upgraden oder nicht?

Wir schreiben heute über die Bridgekamera Sony DSC-HX400V. Im Großen und Ganzen handelt es sich bei dieser Digitalkamera, um einen relativ ähnlichen Nachfolger der fast gleichen Sony DSC-HX300V. Ob sich ein Update zu dieser Kamera lohnt und welche Leistung die Kamera sonst so bietet, erfahrt Ihr in folgendem Bericht.



Was kann die Kamera eigentlich?
Sensor - Die HX400V verfügt über einen CMOS Sensor von 20,4 Megapixeln. Von der Größe her ist der Sensor 1/2,3 Zoll groß. Sensoren dieser Größe findet man in der Regel auch in vielen kleinen Digitalkameras. Sollte man gerade von einer kleinen Digitalkamera auf die Sony HX400V wechseln, darf man dementsprechend keine großen Sprünge bezüglich der Low-Light Qualität erwarten. Stative werden bei geringem Licht (Keine Sonne mehr, kaum Lichtquellen usw) praktisch zur Pflicht, sofern man die ISO100 bzw ISO200 nicht verlassen möchte. Die hohe Megapixel-Zahl macht die Sache auch nicht besser - Weniger wäre im Low-Light Bereich am Ende "mehr". Dennoch bieten Sensoren dieser Sorte einen Vorteil: Die Tiefenschärfe ist wesentlich weiter ausgepregt, als bei anderen Kameras. Ergo: Möchte man eine weite Tiefenschärfe (Scharfer Vordergrund, scharfes Hauptmotiv und scharfer Hintergrund), dann sind Kameras, wie die Sony HX400, keine schlechte Wahl. Dabei muss man nicht unbedingt auf das Bokeh (unscharfer Hintergrund) verzichten, denn auch dies ist mit Bridgekameras wie der Sony möglich.

Objektiv - Damit kommen wir zum Objektiv. Gerade dieser weite Zoom-Bereich, erlaubt dem ambitionierten Fotografen, das herausstellen des Hauptmotives. Anfangend bei 24mm Weitwinkel (Sehr gut) und Aufhörend bei 1200mm Tele (Unglaublich weites Tele), ermöglicht es die Sony HX400V jedes Motiv so darzustellen, wie man es sich wünscht. Ob man nun eine weite Landschaft mit einen Klick haben möchte, oder den Gipfel eines Berges zu sich herziehen möchte - Hier sind einem keine Grenzen gesetzt. Der optische Bildstabilisator ermöglicht, vorausgesetzt schönes Wetter, auch Aufnahmen aus dem Stand. Ein Stativ ist bei solchen Tele-Weiten dennoch ratsam, da das Wetter eben nicht immer perfekt ist. "Okay" ist die Lichtstärke vom Objektiv. Im Weitwinkel beträgt diese f/2.8 und bei Tele f/6.3. Mehr wäre hier zwar besser gewesen, dennoch ist es verständlich, das ein Objektiv mit einem 50fachen Zoom nicht alles kann. Ein Makro-Modus, welchen die Kamera selbstständig wählt, ist übrigens ebenfalls vorhanden. Gerade die Makro-Aufnahmen sehen bei der Sony HX400V besonders gut aus. Die Automatik verschätzt sich zwar manchmal, aber das ist eher Seltenheit.

Video - Möchte man Video-Aufnahmen machen, dann bietet die Sony HX400 auch eine Reihe an Funktionen. Vorweg: 4k ist nicht möglich. Dafür lassen sich Aufnahmen von Full HD erzeugen, welche mit 50 Bildern in der Sekunde, erzeugt werden. Die Videos sehen damit "geschmeidiger" und realer aus, als mit 30 Bildern in der Sekunde. Der Ton kommt hier auch gut weg - Störgeräusche sind keine zu hören und Stimmen hört man gut. Schade ist, dass der Motor zu hören ist, wenn während der Videoaufnahme gezoomt wird. Eine nette Funktion ist übrigens, dass Video-Aufnahmen per Knopfdruck aktiviert werden können. Bei vielen Kameras vergehen oft viele Sekunden, bis die Aufnahme startet - Bei dieser Bridgekamera passiert das nicht.

Sonstige Merkmale - Kommen wir zu den sonstigen Besonderheiten dieser Kamera. Sie macht 10 Bilder pro Sekunde, wenn man möchte. Vorallem in Kombination mit dem hohen Zoom, ist das eine tolle Sache. "Steady-Shot" ist eine Funktion, welche die Sony auch mitbringt. Mit dieser Funktion sollen Aufnahmen bei schlechtem Licht "besser" werden. Das reißt zwar nicht immer was raus, aber es hilft in manchen Situationen. HDR, GPS und Panorama sind auch an Bord, was vorallem für Einsteiger eine tolle Hilfe sein sollte. Schade ist jedoch, dass RAW nicht unterstützt wird. Wer gerne viel nachbearbeitet, der sollte von einem Kaum eventuell absehen. Die Akku-Leistung der Sony HX400 ist auch okay. 300 Bilder pro Ladung sind hier möglich.

Fazit / Gesamtpaket 
Bewerten wir jetzt mal das Gesamtpaket. 20,x Megapixel, 50facher Zoom, ca 400 Euro derzeit, optischer Stabilisator. Klingt alles nach der Eier legenden Wollmilch-Sau, ist Sie aber natürlich nicht. Die Kamera hat, trotz Stabilisator und Steady-Shot, Ihre Probleme mit schlechten Lichtverhältnissen und auch der weite Zoom-Bereich ist daher nicht immer gut nutzbar. Dennoch hat die Sony HX400V Ihre Momente in denen Sie scheint. Und diese mehr als genug. Vorallem Fotografen, welche von einer kleinen Digitalkamera auf eine größere und bequemere Kamera umsteigen möchten, sollten diese Bridgekamera genau anschauen. Kann man die fehlende RAW-Funktion verschmerzen, findet man hier eine tolle Kamera, sowohl für Familien, als auch ambitionierte Fotografen.

Upgrade von der HX300 auf die HX400? 
Lesen hier Besitzer einer HX300 mit, dann kann ich persönlich von einem Umstieg abraten. Die Kamera bietet für den Preis zwar viel, dennoch lohnt ein Umstieg nicht wirklich. Der Sensor hat sich nicht wirklich verändert, die Qualität ist ebenso ähnlich und mir fällt persönlich nichts ein, was einen Umstieg rechtfertigen würde. Die HX400 betrachte ich als kleines Update zu der HX300.
Wer trotzdem gerne mal upgraden würde, dem empfehle ich die Sony RX10 I. Diese ist derzeit (stand 18.04.2018) zum günstigen Preis zu bekommen.

Links zu Amazon führen:
Hier kann man sich noch einmal genau einlesen, ob die Kamera etwas für jemanden wäre. Gerade viele Benutzerberichte, können ein gutes Bild darüber geben, ob einem eine Kamera zusagt oder nicht. Am Ende entscheidet aber natürlich der eigene Eindruck.
Sony HX400
Sony HX300 (Vorgänger)
Sony RX10 - Unser Geheimtipp!

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